[Pottgeschichte] Dortmunder U

Das Dortmunder U ist eines der Wahrzeichen der Stadt Dortmund. Früher beheimatete es die Union-Brauerei, heute ist es ein Museum und Kulturzentrum auf sieben Etagen, in dem es einiges zu sehen gibt. Es heißt „Dortmunder U“, weil auf dem Gebäude noch der Buchstabe „U“ der Union-Brauerei steht, der auch aus der Ferne gut zu sehen ist. Darunter sind rings um die Dachterasse viele LED-Lampen angebracht, die unterschiedliche, sich bewegende Motive zeigen.

Letzten Samstag nahmen meine Freundin und ich das Sommerfest am Dortmunder U als Anlass, uns dieses Wahrzeichen mal genauer anzusehen, denn obwohl wir beide schon seit Jahren in Dortmund wohnen, waren wir noch nie drin. Leider sah das Wetter nicht nach Sommer aus: Regen und starker Wind waren einfach nur ungemütlich. Echt schade, denn wir hätten gerne die Sitzgelegenheiten und die Musik draußen auf dem Vorplatz genossen.

Dortmunder U Sommerfest Vorplatz

Drinnen gab es für freien Eintritt aber auch genug zu sehen! Unten fing es an mit einem Stop Motion-Workshop und einer Werkstatt, in der man Stühle upcyclen und den anderen Gästen zur Verfügung stellen konnte. Später trat im kleinen Kino noch eine 50ies Band auf und den ganzen Tag über gab es kostenlose Führungen durch das Haus.

In der ersten Etage befindet sich das Buchlabor, in dem Studierende und Künstler ihre Arbeiten rund ums Buch ausstellen. Einige davon haben uns sehr gut gefallen, wie zum Beispiel eine kleine Aufgabenreihe zum Thema Typografie. Andere waren uns irgendwie zu abstrakt.

Dortmunder U Sommerfest Buchlabor

Na, versteht ihr, worum es geht?

In der zweiten Etage haben die Technische Universität und die Fachhochschule Dortmund einige Räume für Vorträge. In der dritten ist zurzeit eine Ausstellung des Hartware Medienkunstvereins, die Kunst mit Technik verbindet und einige bizarre Ausstellungsstücke zur Schau stellt. Außerdem gibt es im Dortmunder U auf der noch das Museum Ostwall im vierten und fünften Stockwerk, in dem Fotografieren nicht erlaubt ist, und ganz oben den Nachtclub „View“, der zu dieser Tageszeit natürlich noch nicht geöffnet war.

Die meiste Zeit haben wir im Buchlabor verbracht, denn die Ausstellung dort hat uns sehr fasziniert. Das könnte daran liegen, dass sie interaktiv war und unsere inneren Kinder in ihren Bann gezogen hat. Schließlich sind wir nach ganz oben gelaufen und haben uns das U aus der Nähe angeschaut.

Dortmunder U

Was uns am besten gefallen hat, ist eine Installation von Adolf Winkelmann, der auch die Filme für die LED-Beleuchtung macht. Bei der Installation „Neun Fenster“ werden an eine Wand, die ohne Unterbrechung durch alle Stockwerke geht, neun Fenster projiziert, sodass es aussieht, als würde man von außen reinschauen. In täglich wechselnder Reihenfolge kann man die Bewohner beobachten. Als wir da waren, waren leider nur zwei zuhause: ein junger Mann, der telefoniert hat und ein alter Herr, der Saxophon geübt hat. Der hat seine Rolladen aber schnell heruntergelassen, sodass man ihn nur noch hören konnte. Meine Freundin und ich waren ganz begeistert und haben gespannt darauf gewartet, dass noch jemand auftaucht. Was ist bloß so faszinierend daran, „heimlich“ andere Menschen zu beobachten?

Dortmunder U Neun Fenster

Wir haben im Dortmunder U einen schönen Vormittag verbracht und können allen Kunst- und Kulturinteressierten den Besuch dort wärmstens empfehlen!

Quelle: Dortmunder U

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