Kleine Weisheit Nr. 5 – Introversion vs. Extraversion

Welche dieser beiden Aussagen beschreibt euch am besten?

a) Ich bin am liebsten unter Leuten.

b) Ich brauche häufig Zeit für mich.

Wenn ihr gedanklich a) angekreuzt habt, seid ihr vermutlich ein „extrovert“. Extroverts laden ihre Energie auf, indem sie unter Leute gehen und lieben soziale Interaktion. Wenn eher b) auf euch zutrifft, seid ihr vermutlich ein „introvert“ und ladet eure Energie auf, indem ihr alleine seid und eure Ruhe habt. Ich zähle definitv zu b)! Ich bin sehr gerne alleine und kann mich gut mit mir selbst beschäftigen. Ich genieße das Alleinsein regelrecht! Vermutlich ist das auch ein Grund, warum ich so gerne bastele, denn das mache ich meistens nur für mich. Natürlich treffe ich mich auch gerne mit meinen Freunden, aber eben nicht andauernd. Das Problem, was ich als introvert häufig erlebe, ist, dass extroverts mich nicht verstehen. Wenn ich beispielsweise einen Samstagabend alleine zuhause verbringen möchte, versuchen meine extrovertierten Freunde, mich dazu zu überreden, doch irgendwohin mitzukommen. Einerseits ist das schön, weil ich mich freue, dass sie mich unbedingt dabeihaben wollen. Andererseits ist es anstrengend, weil sie sich nicht vorstellen können, wie ich Samstagabend alleine zuhause eine gute Zeit haben kann. Ich glaube, extroverts fällt es auch leichter, Small Talk zu führen und auf andere Menschen zuzugehen. Ganz einfach deswegen, weil sie das häufiger machen und nicht als anstrengend empfinden. Wenn ihr eine introvertierte Person kennt und mögt und gerne etwas mit ihr unternehmen wollt, dann könnt ihr sie ruhig fragen! Wenn sie nein sagt, könnt ihr auch ein bisschen versuchen, sie zu überreden, z.B. mit „Ich weiß, wie gerne du allein bist, aber es wäre doch toll, wenn wir mal wieder in dieses süße Café gehen könnten!“ Wenn sie dann immer noch nein sagt, solltet ihr sie besser in Ruhe lassen. Keine Sorge, wenn sie ihre Energie wieder aufgeladen hat, kommt sie sicher auf euch zu (:

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Kleine Weisheit Nr. 4 – Achtsamkeit

Hui, ich bin ganz stolz auf mich, dass dies schon der vierte Post in meiner neuen Rubrik ist! Es ging schon um Rituale, das innere Kind und um Freundschaft – heute ist Achtsamkeit dran. Achtsam sein heißt meiner eigenen Definition nach, dass man sich ganz auf etwas konzentriert und dabei den Rest der Welt ausblendet. Das hilft bei Stress, Nervosität und bei unangenehmen Gefühlen. Wie vieles andere funktioniert Achtsamkeit nicht auf Anhieb, sondern will geübt werden. In der einfachsten Variante könnt ihr achtsam atmen und euch dabei beispielsweise auf den Atemrhythmus oder eure Atemgeräusche konzentrieren oder darauf achten, wie sich euer Bauch beim Atmen hebt und senkt. Hier sind noch zwei andere Übungen:

Achtsam essen

Sucht euch eine Süßigkeit aus, die ihr gerne esst. Am besten etwas Kleines, was einzeln verpackt ist, z.B. einen Kinderriegel. Es geht darum, euch mit allen Sinnen auf das Auspacken und Essen dieser Süßigkeit zu konzentrieren und dabei an nichts anderes zu denken. Am besten macht ihr diese Übung also an einem ruhigen Ort und mit genug Zeit. Schaut euch erst die Verpackung an. Ist sie bunt oder eher schlicht? Stehen viele Worte drauf? Wie fühlt sie sich an? Knistert sie, wenn ihr sie öffnet? Nun geht es um die Süßigkeit an sich: wie sieht sie aus? Ist ihre Oberfläche glatt? Schmilzt sie, wenn ihr sie in der Hand haltet? Wonach riecht sie? Wie hört es sich an, wenn ihr reinbeißt? Zergeht sie auf der Zunge? Und wie schmeckt sie?
Auf Anhieb hört sich diese Übung vielleicht komisch an, aber sie ist wirklich sehr interessant!

Achtsam einschlafen

Manchmal schwirren mir vor dem Einschlafen tausend Gedanken durch den Kopf und ich weiß gar nicht, wo ich zuerst „hindenken“ soll. Da hilft es, wenn ich mich auf meinen Körper konzentriere. Meist schlafe ich dann ein, bevor ich alle Körperteile durch habe! Beginnt damit, euch bewusst zu machen, wie ihr gerade liegt. Auf dem Bauch, auf dem Rücken, oder auf der Seite? Seid ihr ein kleines Päckchen, oder habt ihr alle Viere von euch gestreckt? Ist euer ganzer Körper mit der Decke bedeckt? Dann geht ihr alle Körperteile durch. Fangt zum Beispiel mit dem linken Fuß an: berührt er das Bett, oder die Bettdecke? Fühlt er sich warm oder kalt an? Vom Fuß aus wandert ihr weiter nach oben das Bein entlang und geht den ganzen Körper durch. Wie gesagt schafft ihr vermutlich gar nicht alles, weil ihr zwischendurch einschlaft.

Es gibt auch viele Übungen, die ihr besser in euren Alltag einbinden könnt. Wenn ihr genug geübt habt, könnt ihr in Stresssituationen darauf zurückgreifen und seid ganz schnell wieder entspannt und selbstsicher (:

Kleine Weisheit Nr. 3 – Gegensätze ziehen sich an…

… oder Gleich und Gleich gesellt sich gern? Das ist meiner Meinung nach nicht nur eine Frage in Partner- sondern auch in Freundschaften. Einerseits finde ich Gegensätzlichkeit sehr nützlich, weil man sich gegenseitig herausfordern und damit weiterentwickeln kann. Beispielsweise kann eine sehr extrovertierte Freundin introvertierten Gegenstück zeigen, wie sie lockerer auf Leute zugehen kann. Oder die Logisch-Rationale holt den Kopf ihrer Freundin zwischendurch mal aus den Wolken. Ganz wichtig ist, dass beide sich der Gegensätzlichkeit bewusst sind und einander wertschätzen, so wie sie sind. Es geht nicht darum, seine Freundin umzuerziehen, sondern um Weiterentwicklung, von der beide profitieren. Andererseits sind Gemeinsamkeiten wichtig, denn sonst hat man gar keine gemeinsame Basis für eine Freundschaft.

Letztendlich sind Freundschaften wohl immer ein Mix aus beiden Aspekten. Ich habe zum Beispiel eine Freundin, die sehr logisch ist und viel nachdenkt, bevor sie etwas macht. Ich versuche zwischendurch, sie dazu zu bringen, sich schneller für etwas zu entscheiden und nicht immer auf die perfekte Lösung aus zu sein. Gleichzeitig hält sie mich auf dem Teppich, wenn ich zu aufgedreht bin. Wir haben wirklich nicht viele Gemeinsamkeiten, aber sind durch unsere gemeinsame Zeit in einer Studentenorganisation eng zusammengewachsen. Wir treffen uns mindestens einmal die Woche, weil wir gerne zusammen sind. Eine andere Freundin ist sehr extrovertiert und hat am liebsten dauernd jemanden um sich. Ich dagegen bin gerne allein und kann auch mal ein paar Tage aushalten, ohne mich mit jemandem zu treffen. Es ist gut, dass sie mich da zwischendurch rausholt und wir etwas unternehmen, denn abgesehen von unserer Geselligkeit haben wir viele gemeinsame Interessen und sind gerne zusammen „tussig“.

Wenn ihr an eure beste Freundin oder euren besten Freund denkt, seid ihr dann eher ähnlich oder unterschiedlich?

Kleine Weisheit Nr. 2 – Das Innere Kind

Heute ist wieder eine Kleine Weisheit dran. Eigentlich wollte ich über Achtsamkeit schreiben, so wie es in meinem Blogplan steht, aber – wie in dem Post auch steht – schreibe ich meine Weisheiten lieber nach Gefühl. Vielleicht kommt es euch der Titel „Das Innere Kind“ komisch vor, denn schließlich sind wir ja keine Kinder mehr – wir sind erwachsen (oder zumindest jugendlich). Wann habt ihr euch das letzte Mal an der Supermarktkasse schreiend auf den Boden geworfen, weil ihr UNBEDINGT noch mehr Süßigkeiten haben wolltet? Das ist vermutlich schon etwas länger her. Gerade ab der Pubertät möchten wir besonders reif wirken und verkneifen uns viele Sachen, die wir zu kindisch oder peinlich finden. Ich finde es wichtig, dass man den Kontakt zu seinem inneren Kind nicht verliert. Das innere Kind ist für mich ein Stellvertreter für Gefühle, die man als Erwachsener häufig nicht so beachtet, wie zum Beispiel das Bedürfnis nach Geborgenheit, nach Geliebt-Werden und nach Albernheit. Manchmal schiebt man diese Bedürfnisse einfach zur Seite, weil man ja schließlich erwachsen ist. Doch es ist wichtig, sich damit auseinanderzusetzen und dafür zu sorgen, dass sie erfüllt werden. Es ist in Ordnung, mal jammernd die Eltern anzurufen und über alles zu meckern; es ist in Ordnung, mal alles hinzuschmeißen, wenn ein Projekt nicht gelingen will (und hinschmeißen meine ich wörtlich); und es ist in Ordnung, mal alberne Sachen zu machen, wie zum Beispiel in eine Pfütze springen, auf einen Baum klettern oder den ersten Keks vom Backblech in den Mund stecken, obwohl man ganz genau weiß, dass er noch viel zu heiß ist. All das bringt uns wieder in Kontakt mit unseren inneren Kindern und sorgt dafür, dass wir uns ausgeglichener fühlen. Wenn ihr im Moment das Gefühl habt, nicht ganz bei euch selbst zu sein, dann schreibt doch einfach mal ein Brief an euer kindliches Ich. Ihr könntet ihm schreiben, dass es sich keine Sorgen machen muss und dass ihr euch in Zukunft ganz bewusst um es kümmern werdet – Pfützen gibt es in dieser Jahreszeit schließlich genug!

Kleine Weisheit Nr. 1 – Rituale machen glücklich

Das hier ist mein erster Post in meiner neuen Blog-Kategorie und ich bin ein bisschen aufgeregt! Ich werde ab heute jeden Mittwoch eine „Kleine Weisheit“ posten. Das werden Dinge sein, über die es sich meiner Meinung nach lohnt nachzudenken und die dazu beitragen, dass man ein kleines Bisschen glücklicher wird. Es werden keine bahnbrechenden Erkenntnisse sein und ich will mir auch nicht anmaßen, psychologische Ratschläge zu geben oder so etwas. Ich gebe wirklich nur meine Meinung wieder. Die kleine Weisheit Nr. 1 lautet: Rituale machen glücklich. Also los:

Laut Duden ist ein Ritual ein „wiederholtes, immer gleichbleibendes, regelmäßiges Vorgehen“, also etwas, was man immer wieder tut und zwar in regelmäßigen Abständen. Meiner Meinung nach gehört noch dazu, dass man es ganz bewusst tut und aus einem bestimmten Grund. Zähneputzen zähle ich daher beispielsweise eher als Angewohnheit und nicht als Ritual, weil man es aus Gewohnheit macht und dieser Handlung keine besondere Bedeutung zumisst. Mir sind Rituale sehr wichtig. Einerseits, weil ich eine sehr strukturierte Person bin und andererseits, weil sie mir die Gelegenheit geben, inne zu halten und mich ganz auf etwas zu konzentrieren. Es eben bewusst zu erleben. Rituale müssen gar nicht aufwändig sein. Ich sage beispielsweise jede Nacht vor dem Einschlafen „Gute Nacht ihr Süßen“ zu meinen beiden Meerschweinchen. Das bedeutet für mich, dass der Tag zu Ende ist und ich ganz in Ruhe einschlafen kann. Dauert nicht lange und bedarf keiner Vorbereitung! Bloggen ist für mich auch ein Ritual (auch wenn es momentan nicht ganz sooo regelmäßig ist), denn dabei konzentriere ich mich voll und ganz auf mein DIY-Projekt oder aufs Schreiben an sich. Wenn ich etwas gepostet habe, bin ich nachher immer richtig stolz auf mich auf fühle mich gut! Ab morgen werde ich ein neues Ritual ausprobieren: ich möchte mir jeden Morgen zehn Minuten Zeit nehmen und mich ein bisschen bewegen. Das kann eine Yogaübung sein, ein paar Situps oder ein bisschen Rückengymnastik. Davon erhoffe ich mir, dass ich frischer in den Tag starte und mich auf dauer ein bisschen fitter fühle (wer es noch nicht mitbekommen hat: ich bin ein Sportmuffel!). Erst mal werde ich das für eine Woche testen und euch nächsten Mittwoch berichten, wie es gelaufen ist!

Habt ihr auch Rituale? Welche sind euch besonders wichtig und was bedeuten sie euch?

I spy with my little eye… 04

Pink CollageTime for my last post from my London student apartment. It is amazing how, when you stand at the beginning of something, you think: „Wow, that’s gonna take a long time“ and when it’s over, it feels like the blink of an eye. I spent four weeks here to gather the last ECTS for my bachelor’s degree but I got way more than that. I found two wonderful friends who are just on my wavelength, I discovered new sides of myself and I fell in love with this city! Sorry Amsterdam, I still love you most, but London is not far behind. I loved strolling through the city, lying around in parks and discovering all the markets. I loved seeing the sunsets from my appartment window, my lecturer Susie and meeting the girls. I also hated a few things but overall, I am really grateful for this experience!
I am also looking forward to coming home, having my own appartment and my guinea pigs back, eating lunch with my grandparents and frozen yoghurt with my best friend and doing creative stuff!

The end of my stay here also marks the start of a new stage of my life: my job life. I think it will be strange not being able to enjoy the bright sides of studying anymore, like semesters breaks and lots of free time but I am nevertheless sooo happy to be (as good as) done with it! My whole life will be restructured around my job and I will do my best to keep all the creativity in it!

Bye London.

New Year’s Resolutions

Your success and happiness lies in you. Resolve to keep happy, and your joy and you shall form an invincible host against difficulties.
Hellen Keller

Although I believe that if you really want to adopt a new habit or change an old one, you do not need New Year to begin, I will take this day as an opportunity to change my blog. I will no longer take one photo every day but make one creative project every week and post about the instructions and results. My first project will be a new cage for my guinea pigs; I am so much looking forward to having them back this Friday!!!