[Pottgeschichte] Herbstgefühle

Die Tage werden kürzer, das Wetter schlechter und die Bäume verlieren ihre Blätter. Grund genug, in einer kleinen Herbstdepression zu versinken, finde ich. Aber der Herbst hat auch schöne Seiten: warme, bunte, kuschelige und geborgene. Bei einem Spaziergang auf dem „Johannisberg“ im Dortmunder Stadtteil Kruckel (man spricht es nicht Krukkel, sondern Kruukel) konnten der Freund und ich diese Seiten genießen. Die Bilder sprechen für sich:


Herbstblumen Herbstblumen auf einer Mauer Orange Beeren vor blauem Himmel Zweig vor HerbstblätternHerbstblätter Wald mit Schatten und Sonne

Und wenn die Blätter wirklich alle weg sind und es nur noch regnet oder schneit, geht es mit einem guten Buch und in eine Decke gewickelt ins Bett (:

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[Pottgeschichte] Make Up Workshop in Recklinghausen

Seid ihr Sommermenschen? Ich bin wohl eher ein Frühlingsmensch. Ich mag es, wenn langsam alles grün und wärmer wird, aber 29,3 Grad in meinem Zimmer sind mir dann doch ein bisschen zu sommerlich.

Aber darum geht es eigentlich gar nicht. Sondern darum, dass ich endlich mal etwas gewonnen habe! Yay! Und zwar einen Make Up Workshop von den lieben Mädels von SPOTTlight, die fleißig über neue Trends aus dem Ruhrgebiet bloggen. Letzten Samstag haben meine Freundin und ich uns also auf den Weg gemacht ins beschauliche Recklinghausen, das nordwestlich von Dortmund liegt. Das erste, was uns aufgefallen ist: Recklinghausen ist gar nicht so hässlich, wie wir vorher dachten! Tatsächlich gibt es dort eine sehr süße Innenstadt mit vielen kleinen interessanten Läden. Dort haben wir auch „Rouge Cosmetics“ gefunden, wo der Workshop anstand.

Rouge Cosmetics in Recklinghausen

Rouge Cosmetics in Recklinghausen 02

Der Inhaber Marcel – früher selbst Make Up Artist und Parfumerieverkäufer – hat 2012 seine eigene Make Up Marke entwickelt und verkauft nun hautfreundliche und natürliche Produkte, ähnlich wie Mac. Wir wurden sehr lieb empfangen und nachdem alle mit Sekt oder sonstigen Getränken versorgt waren, ging es los. Marcel hat uns zu jedem Produkt erklärt, wofür es da ist und dann Schritt für Schritt unsere Lieblings-Gesichtshälfte geschminkt. Die andere Hälfte mussten wir nachschminken. An einigen Stellen war das einfach, an anderen nicht. Ich benutze normalerweise sehr dunklen Lidschatten und nur selten Lippenstift, mit Concealer und Augenbrauenstiften habe ich gar nichts am Hut. Es war daher schön, auch mal solche neuen Produkte auszuprobieren und zu sehen, wie sie in meinem Gesicht wirken. Nach kleineren Zweiflereien und Protesten habe ich letztendlich Marcel vertraut und lila Lidschatten benutzt, der meine grünen Augen hervorhebt. Die anderen Mädels und ich waren begeistert!

Reana beim Rouge Cosmetics Workshop in Recklinghausen

Obwohl ich nach wie vor nichts mit Concealer und Co. anfangen kann, fand ich den Mittag bei Rouge Cosmetics sehr angenehm. Sowohl Marcel als auch die anderen Mädels waren sehr aufgeschlossen und es war aufregend, von einem waschechten Make Up Artist geschminkt zu werden. Ich habe gelernt, dass weniger manchmal mehr ist, denn obwohl ich wenig Farbe verwendet habe, haben meine Augen trotzdem gestrahlt!

[Pottgeschichte] Dortmunder U

Das Dortmunder U ist eines der Wahrzeichen der Stadt Dortmund. Früher beheimatete es die Union-Brauerei, heute ist es ein Museum und Kulturzentrum auf sieben Etagen, in dem es einiges zu sehen gibt. Es heißt „Dortmunder U“, weil auf dem Gebäude noch der Buchstabe „U“ der Union-Brauerei steht, der auch aus der Ferne gut zu sehen ist. Darunter sind rings um die Dachterasse viele LED-Lampen angebracht, die unterschiedliche, sich bewegende Motive zeigen.

Letzten Samstag nahmen meine Freundin und ich das Sommerfest am Dortmunder U als Anlass, uns dieses Wahrzeichen mal genauer anzusehen, denn obwohl wir beide schon seit Jahren in Dortmund wohnen, waren wir noch nie drin. Leider sah das Wetter nicht nach Sommer aus: Regen und starker Wind waren einfach nur ungemütlich. Echt schade, denn wir hätten gerne die Sitzgelegenheiten und die Musik draußen auf dem Vorplatz genossen.

Dortmunder U Sommerfest Vorplatz

Drinnen gab es für freien Eintritt aber auch genug zu sehen! Unten fing es an mit einem Stop Motion-Workshop und einer Werkstatt, in der man Stühle upcyclen und den anderen Gästen zur Verfügung stellen konnte. Später trat im kleinen Kino noch eine 50ies Band auf und den ganzen Tag über gab es kostenlose Führungen durch das Haus.

In der ersten Etage befindet sich das Buchlabor, in dem Studierende und Künstler ihre Arbeiten rund ums Buch ausstellen. Einige davon haben uns sehr gut gefallen, wie zum Beispiel eine kleine Aufgabenreihe zum Thema Typografie. Andere waren uns irgendwie zu abstrakt.

Dortmunder U Sommerfest Buchlabor

Na, versteht ihr, worum es geht?

In der zweiten Etage haben die Technische Universität und die Fachhochschule Dortmund einige Räume für Vorträge. In der dritten ist zurzeit eine Ausstellung des Hartware Medienkunstvereins, die Kunst mit Technik verbindet und einige bizarre Ausstellungsstücke zur Schau stellt. Außerdem gibt es im Dortmunder U auf der noch das Museum Ostwall im vierten und fünften Stockwerk, in dem Fotografieren nicht erlaubt ist, und ganz oben den Nachtclub „View“, der zu dieser Tageszeit natürlich noch nicht geöffnet war.

Die meiste Zeit haben wir im Buchlabor verbracht, denn die Ausstellung dort hat uns sehr fasziniert. Das könnte daran liegen, dass sie interaktiv war und unsere inneren Kinder in ihren Bann gezogen hat. Schließlich sind wir nach ganz oben gelaufen und haben uns das U aus der Nähe angeschaut.

Dortmunder U

Was uns am besten gefallen hat, ist eine Installation von Adolf Winkelmann, der auch die Filme für die LED-Beleuchtung macht. Bei der Installation „Neun Fenster“ werden an eine Wand, die ohne Unterbrechung durch alle Stockwerke geht, neun Fenster projiziert, sodass es aussieht, als würde man von außen reinschauen. In täglich wechselnder Reihenfolge kann man die Bewohner beobachten. Als wir da waren, waren leider nur zwei zuhause: ein junger Mann, der telefoniert hat und ein alter Herr, der Saxophon geübt hat. Der hat seine Rolladen aber schnell heruntergelassen, sodass man ihn nur noch hören konnte. Meine Freundin und ich waren ganz begeistert und haben gespannt darauf gewartet, dass noch jemand auftaucht. Was ist bloß so faszinierend daran, „heimlich“ andere Menschen zu beobachten?

Dortmunder U Neun Fenster

Wir haben im Dortmunder U einen schönen Vormittag verbracht und können allen Kunst- und Kulturinteressierten den Besuch dort wärmstens empfehlen!

Quelle: Dortmunder U

[Pottgeschichte] Westparkfest

Ausgestattet mit meinem frisch gefangenen Luftballon waren der Freund und ich letztes Wochenende beim Westparkfest. Der Westpark ist eine der zahlreichen Grünflächen in Dortmund und besonders bei Studenten sehr beliebt, weil man dort überall grillen darf. Früher war er ein Friedhof, woran man durch einige sehr alte Grabsteine erinnert wird. Heute besteht er hauptsächlich aus Wiese und einem großen Kinderspielpatz, auf dem man super herumklettern kann. Außerdem gibt es dort ein schönes Café, einen Bouleplatz und eine Tanzfläche, auf der sich im Sommer oft Paare zum Tanzen treffen.

Westpark Dortmund Café Erdmann

Westpark Dortmund Tanzfläche

Beim Westparkfest vom 14. bis 17. Mai war einiges los! Es begann am Donnerstag mit ganz vielen Fressbuden und Livemusik, am Samstag gab es einen Band Contest und am Sonntag einen Trödelmarkt. Wir waren am Sonntag da, als wir uns endlich dazu aufraffen konnten, bei dem tollen Wetter doch noch das Haus zu verlassen. Das Schöne am Westpark ist, dass man sich durch die lockere Atmosphäre sehr wohl fühlt und so war es auch an diesem Tag. Es herrschte reges Treiben und viele Leute versuchten, etwas Interessantes zu ergattern.

Westpark Dortmund Trödelmarkt

Westpark Dortmund Mandelstand

Auch ich habe etwas gekauft: einen Turnbeutel mit einem geometrischen Pinguinmotiv, zu dem ich bald noch das passende T-Shirt bekomme. Pommes, Bratwurst und eine Kugel Haferflockeneis aus der nahgelegenen Eisdiele machten den Nachmittag perfekt.

Die nächste Veranstaltung, nämlich „Trödelmarkt mal anders“ mit Straßenkünstlern, Street Food und Musik, ist erst im Juli. Bis dahin werden wir im Westpark aber sicherlich noch häufig grillen!

Quelle: Dortmund.de, Westpark-Dortmund.de

[Pottgeschichte] Echte Liebe

Zwar habe ich in meiner Erklärung zur Kategorie Pottgeschichten geschrieben, dass ich euch gerne zeigen möchte, dass das Ruhrgebiet nicht nur aus Fußball besteht, aber der Fußball gehört eben dazu. Deswegen berichte ich heute über meinen ersten Besuch im Westfalenstadion (offiziell Signal Iduna Park). Mit den feierlichen Worten „Schatz, ich habe klargemacht, dass du mit ins Stadion kommen kannst. Das wolltest du doch so gerne!“ verlautete der Freund unsere Wochenendpläne. Ich bezweifle zwar, dass ich mal gesagt habe, dass ich unbedingt ins Stadion möchte, aber als echte Dortmunderin muss man mal da gewesen sein und ich wäre schon gerne eine echte Dortmunderin. Also machten wir uns letzten Samstag auf den Weg zum größten Stadion Deutschlands (80.667 Plätze!), das schon seit über 40 Jahren den BVB 09 beheimatet. Es stand ein Bundesligaspiel gegen Herta BSC Berlin an.

Und ich muss schon sagen, wenn man zum ersten Mal in das Stadion hereinkommt und von den Fangesängen der Südtribüne begrüßt wird, ist das beeindruckend! Fast das ganze Stadion ist in schwarz-gelb gehüllt und fiebert dem Spiel entgegen. Es gibt auch ganz bestimmte Rituale, die vor jedem Spiel durchgeführt werden. Eines davon ist, dass das gesamte Stadion seine BVB-Schals hochhält und „You’ll Never Walk Alone“ singt, bevor die Spieler einlaufen. Begleitet wird das von ganz vielen Fahnenschwenkern.

Das Spiel an sich kann ich nicht besonders gut beurteilen, aber ich konnte an einigen Stellen ordentlich mitfiebern und mitjubeln. Wenn ein Tor für Dortmund fällt, wird natürlich laut der Name des Spielers gerufen (in diesem Fall SU-BO-TIC! und DURM!) und zwischendurch werden die Gegenspieler und die Schiedsrichter ausgebuht und beschimpft. Wie es sich gehört!

Hier seht ihr ein paar bildliche Eindrücke:

BVB Westfalenstadion 03

BVB Westfalenstadion 01 BVB Westfalenstadion 02 BVB Westfalenstadion 04

Das Spiel hat übrigens Dortmund gewonnen und ist damit seinem Ziel – einem Platz in der Europa League – einen großen Schritt näher. Als Fazit kann ich sagen, dass es eine Erfahrung wert war, mal live bei einem Spiel dabei zu sein, auch wenn man den ganzen Hype als Nicht-Fan oft nicht nachvollziehen kann. Wenn man mittendrin ist, wird man einfach mitgerissen!

Quelle: BVB

[Pottgeschichte] Street Food Festival

Nachdem mich der Neighbour Food Market in Amsterdam, den ich im Dezember besucht habe, so begeistert hat, wollte ich mir das Street Food Festival im Dortmunder Depot nicht entgehen lassen. Mit Depot ist nicht der Einrichtungsladen gemeint, sondern eine Halle in Dortmund, in der häufig kukturelle Veranstaltungen stattfinden. Es befindet sich in der Nordstadt in der Nähe des Hafens und war früher eine Werkstatt für Straßenbahnen. Nun besteht es aus Büros, einer Halle und einem Kino.

Street Food Festival Dortmund 01

Das Street Food Festival ist ein Markt, bei dem kleine internationale Anbieter ihre außergewöhnlichen Köstlichkeiten präsentieren und verkaufen. Der Eintritt kostete 3 € und scheinbar hatten wir einen Zeitpunkt erwischt, an dem die Schlange vor dem Eingang angenehm kurz war. Der Andrang war nämlich sehr groß. Entsprechend voll war es in der Halle und auf dem Vorplatz. Wir mussten schon etwas Geduld haben, um vorwärts zu kommen, denn an den Ständen standen viele faszinierte und hungrige Menschen. Die Auswahl war wirklich riesig: jamaikanisches Beef Jerky, Currywurst (im Pott ein Muss), Tacos, selbstgemachte Marshmallows und Smoothies. Dazu Musik von einem DJ. Der Haken an dem Ganzen, zumindest aus der Sicht einer mindestlohnverdienenden Praktikantin, waren leider die gesalzenen Preise. Kaum etwas war unter 6 € zu haben und die Portionen waren sehr klein. Letztendlich haben wir dort deswegen nichts gegessen. Trotz dieser keinen Enttäuschung haben wir den Tag auf dem Street Food Festival sehr genossen, denn es war schön, sich die Stände anzuschauen und die Atmosphäre im Depot zu genießen. Ich freue mich schon auf die nächste Veranstaltung dort!

Street Food Festival Dortmund 02     Street Food Festival Dortmund 03 Street Food Festival Dortmund 04     Street Food Festival Dortmund 05 Quellen: Depot Dortmund e.V., Coolibri