[DIY] Beton-Ersatz: Gips

Bevor ich beim Westparkfest den Tipp bekommen habe, Fix-Zement auszuprobieren, habe ich es mit Gips versucht. Die Vorteile: Gips ist leichter anzumischen, bildet nicht so viele Bläschen und trocknet schneller. Der Nachteil: es sieht nicht aus wie Beton. Das hätte mir auch so auffallen können, aber ich wollte es trotzdem ausprobieren. Herausgekommen sind ein geometrischer Kerzenständer und ein &-Zeichen.

DIY Und-Zeichen aus Gips

Das &-Zeichen habe ich genauso herstellt wie mein Beton-R: Buchstaben aufgeschnitten, mit Klebeband ausgeklebt und Gips hineingegossen. Da er mir in weiß zu langweilig war, habe ich ihn mit hellblauem Edding-Sprühlack angesprüht. Den kann ich übrigens empfehlen! Er deckt gut, hat eine tolle Farbe und die Verpackung sieht auch sehr schön aus.

DIY geometrischer Kerzenständer aus Gips

Den geometrischen Kerzenständer habe ich nach Anleitung von Living at Home ausgeschnitten und zusammengeklebt. Danach habe ich ihn ebenfalls mit Gips ausgegossen. Da der Gips nicht so schwer ist wie Beton, ist der Kerzenständer auch nach dem Ausgießen noch recht geometrisch geblieben – im Gegensatz zum Stiftehalter von letzter Woche.

Wenn es euch nur darum geht, eine schöne Form zu gießen und sie nachher anzumalen oder zu sprühen, würde ich euch Gips empfehlen. Wenn ihr aber den Beton-Look haben wollt, dann nehmt besser Beton. You don’t say…

[DIY] Beton-Stiftehalter

Also eigentlich wollte ich diesen Post „Beton-Fail“ nennen, aber auf dem Bild sieht der Stiftehalter gar nicht so schlimm aus wie in echt!

DIY Beton Stiftehalter

 

 

Die Anleitung habe ich von Ulli von Luftschlösser. Die Schwierigkeit ist, dass man sich die geometrische Form selbst aufmalen, ausschneiden und zusammenkleben muss. Das heißt, man muss sehr sauber arbeiten, damit die Form auch wirklich symmetrisch ist. Gleichzeitig muss sie auch stabil sein, damit das Gewicht des Betons sie nicht ausbeult. Und man muss aufpassen, dass das Klebeband zum Abdichten keine Falten wirft, denn die sind nachher sehr deutlich sichtbar. Das alles habe ich nur so halb hingekriegt und daher bin ich nicht besonders begeistert von meiner Kreation.

Das kann auch daran liegen, dass ich nicht den richtigen Beton verwende. Ich verwende Zement aus dem Baumarkt, der angeblich seeehr fein ist. Allerdings bilden sich schnell Blasen und der Beton bröckelt schnell. Auf dem Flohmarkt letztens habe ich den Tipp bekommen, Fix-Zement zu verwenden. Einen Versuch ists Wert!

Wie ist das bei euch, wenn ein Projekt mal nicht gelingt? Steht ihr drüber, oder seid ihr perfektionistisch und ärgert euch?

[DIY] Beton-Blumentopf aus Granini-Flasche

Mein zweites Werk aus Beton: ein Blumentopf.

Blumentopf aus Beton

Die Anleitung habe ich bei FLCTY gefunden, die auch noch andere Flaschen benutzt.

Ihr braucht:

  • Eine Granini-Flasche
  • Einen Cutter
  • Beton & Wasser
  • Blattmetall & Anlegemilch & einen weichen Pinsel

Schneidet die Flasche auf der gewünschten Höhe mit dem Cuttermesser ab. Achtung, sehr scharfe Kanten! Danach mischt ihr den Beton an und füllt die Form damit. Um eine Aussparung für den Blumentopf zu erhalten, drückt ihr den oberen Flaschenteil, den ihr abgeschnitten habt, umgekehrt mittig in den Beton. Dann ist wieder Geduld angesagt, denn ihr solltet den Beton mindestens vier Tage trocknen lassen.

Wenn ihr das geschafft habt, könnt ihr die Flasche vorsichtig anschneiden und abziehen und den Flaschenhals aus der Form lösen. Das kann durchaus ein bisschen Kraft kosten. Es ist aber nicht schlimm, wenn beispielsweise der Deckel nicht herausgeht, denn der kann später überschüssiges Wasser auffangen. Die Kanten oben habe ich mit Schleifpapier abgeschliffen, den Rest so gelassen, weil er schön glatt und glänzend ist.

Nun tragt ihr die Anlegemilch (habe ich auch zum ersten Mal gehört) auf den Teil, der später vom Metall verdeckt werden soll. Die Packungsanleitung sagt euch, wie lange die Milch trocknen muss. Erst dann tragt ihr mit einem weichen (!) Pinsel vorsichtig (!) das Blattmetall auf. Ich habe das vorher noch nie gemacht und war ganz begeistert davon, wie gut das Metall auf der Milch hält – auch wenn der Prozess ein bisschen frickelig ist.

Ohne meine nächsten Wochen großartig spoilern zu wollen, ist das bisher mein schönstes Beton-Projekt und macht sich super auf meiner Fensterbank!

[DIY] Beton

Ich habe bei meinen Wolken-DIYs in den letzten Wochen festgestellt, dass es mir wahnsinnig Spaß macht, zu einem bestimmten Motto zu arbeiten. Einerseits mag ich Struktur (sonst wäre ich als Projektmanagerin verloren) und andererseits fand ich es toll, zu entdecken, was für unterschiedliche Materialien man zu einem Thema benutzen kann – von Stoff über Pappe bis hin zu Fimo. Dieses Mal ist es eher andersrum: ich habe ein Material – Beton – und mache daraus unterschiedliche Projekte.

Hier mein erstes:

Buchstabe R aus Beton

Spektakulär, oder? Ein R aus Beton. Es ist wirklich sehr leicht herzustellen. Ihr braucht ein dreidimensionales R aus Pappe (z.B. von Idee), einen Cutter, Klebeband und Beton. Mit dem Cutter schneidet ihr die Vorderseite des R ab, sodass ihr es befüllen könnt. Dann macht ihr es mit Klebeband dicht, damit der Beton nicht in die Pappe einzieht. Anschließend mischt ihr den Beton nach Packungsangabe an und gießt ihn in das R. Jetzt müsst ihr „nur noch“ ein paar Tage warten, denn Beton braucht wirklich lange zum Aushärten. Wenn nach vier bis fünf Tagen trocken ist, könnt ihr die Pappe außen herum vorsichtig abschneiden und ta-da: der Beton-Buchstabe ist fertig!

Ich hatte erwartet, dass das R von außen sehr glatt ist, aber nachdem ich es mit Schleifpapier bearbeitet habe, um überstehende Betonstücke zu entfernen, ist es sehr rau und krümelig geworden. Das würde ich beim nächsten Mal lieber nicht machen.

Wenn euch der Buchstabe zu schlicht ist, könnt ihr ihn noch mit Lack ansprühen, oder mit Blattmetall verzieren – mehr dazu in ein paar Tagen.

[DIY] Wolken-Memoboard

Und das war’s auch schon mit meiner Wolken-Reihe.

Memoboard mit Wolken-Fadenbild und Washi Tape

Das Brett für das Memoboard hatte ich bestimmt schon zwei Jahre (wirklich) bei mir herumliegen und konnte mich nicht aufraffen, etwas daraus zu machen. Ich hatte aber von vorne herein ein Wolken-Fadenbild dafür geplant, also darf es in meiner Reihe nicht fehlen. Ihr braucht dafür:

  • Ein Brett
  • Farbe zum Anmalen oder Ansprühen
  • Nägel & Hammer
  • Nähgarn
  • Washi Tape
  • Haken zum Ankleben

Das Brett könnt ihr euch im Baumarkt zurecht schneiden lassen. Bei mir sollte es über den Schreibtisch passen. Dann malt oder sprüht ihr es mit Farbe an und lasst es trocknen. Für das Fadenbild habe ich mir Wolken-Umrisse aufgezeichnet und entsprechend die Nägel ins Brett gehämmert. Den Faden habe ich mehr oder weniger systematisch um die Nägel gewickelt. Vermutlich kann man dafür auch dünne Wolle nehmen, denn ansonsten sollte man alle Wege doppelt oder dreifach wickeln, damit der Faden gut sichtbar ist.

Unter die Wolke wollte ich eigentlich zwei Clips kleben, um Bilder, Notizzettel oder Postkarten festzuklemmen. Ich habe bisher aber leider keine passenden Clips in silber gefunden. Bis dahin muss Washi Tape herhalten, das aber auch eine sehr gute Figur macht!

Welches Wolken-Projekt hat euch am besten gefallen?

[DIY] Wolken… äääh

Pappwolke mit Gartenzwerg-Radiergummi

Was das ist? Nunja… es ist eine Pappwolke. Eine Freundin hat die Anleitung bei Facebook gefunden und sie mir geschickt, da musste ich sie natürlich ausprobieren. Durch das Zeitraffer in der Anleitung dachte ich, dass ich diese Pappwolke „mal eben so“ basteln könnte. Pustekuchen! Es ist wahnsinnig anstrengend, aus dicker Pappe elf Wolken auszuschneiden, besonders mit so einem winzigen Bastelmesser wie ich es habe. Ihr solltet auf jeden Fall ein ordentliches, scharfes Cuttermesser benutzen. Aus Pappe schneidet ihr dann zwei ausgefüllte Wolken als Rückwand aus und so viele Wolkenränder wie es euch gefällt. Bei mir sind es neun. Die klebt ihr alle mit Bastelleim aufeinander und sprüht sie mit Farbe an. In der Anleitung wird noch eine Lichterkette hinzugefügt, was wirklich einen sehr schönen Effekt gibt. Ich habe allerdings keine so kurze Kette, daher erfüllt meine Wolke erst mal keine andere Funktion außer „hübsch aussehen“. Und das kann sie (:

Die Anleitung findet ihr hier.

[Knipsen] Los geht’s!

So, diesen Post habe ich lang genug vor mir hergeschoben. Schlimm, wenn einem plötzlich tausend Sachen einfallen, die man noch machen könnte, wenn man sich vor etwas drücken will!

Ich habe mir vor ein paar Monaten eine Spiegelreflexkamera – genauer gesagt eine Canon 1200D – zugelegt und seitdem fleißig im Automatikmodus fotografiert. Die Kamera hat aber noch einiges mehr zu bieten und das möchte ich euch gerne humorvoll und verständlich erklären. Los geht’s:

Zunächst einmal, warum solltet ihr eigentlich manuell fotografieren und nicht einfach die Kamera auf Automatik die ganze Arbeit machen lassen? Weil sie nicht die ganze Arbeit macht. Im Automatikmodus stellt die Kamera automatisch die Belichtung, den Fokus und die Schärfe ein. Schnappschüsse sind damit schnell gemacht, aber wenn man die Belichtung verbessern oder beispielsweise den Hintergrund unscharf stellen möchte, kommt man um den manuellen Modus nicht herum. Diesen Modus könnt ihr oben rechts an dem Rädchen eurer Kamera einstellen, und zwar auf „M“. Da es heute erst mal um die Grundlagen geht, erkläre ich euch nun, wie man die Belichtung und die Schärfe selbst bestimmt. Beides wird durch die Einstellungen Blende und Verschlusszeit geregelt.

1. Blende

Die Blende bestimmt, wie viel Licht auf den Sensor einfällt. Je mehr Licht, desto heller das Bild. Logisch, oder? Wenn die Blende nicht richtig eingestellt ist, können eure Bilder unter- oder überbelichten, also zu dunkel oder zu hell werden. Im Prinzip ist das so wie bei euren Augen: wenn ihr in die Sonne schaut, kneift ihr sie zu, damit ihr nicht geblendet werdet. Was ihr an der Kamera einstellt ist, wie weit „die Iris“, also die Blende, geöffnet ist. Je höher die eingestellte Blendenzahl, desto mehr schließt sich die Blende.
Mit der Blende könnt ihr nicht nur die Belichtung beeinflussen, sondern auch die Tiefenschärfe des Bildes. Ihr könnt damit – vereinfacht ausgedrückt – regeln, wie scharf oder unscharf der Hintergrund des Bildes sein soll. Das fokussierte Objekt im Vordergrund ist immer scharf und je mehr ihr die Blende schließt, desto schärfer ist der Hintergrund.

2. Verschlusszeit

Die Verschlusszeit erklärt sich quasi von selbst. Sie regelt, wie lange der Verschluss offen bleibt, wenn ihr ein Foto schießt. Je länger er geöffnet ist, desto mehr Licht fällt ein, desto heller wird das Bild. Die Verschlusszeit wird in Sekunden angegeben und geht bei meiner Kamera von 30 Sekunden bis 1/1.000 Sekunde. Bei langen Verschlusszeiten solltet ihr ein Stativ verwenden, da eure Bilder sonst leicht verwackeln.

Wie Blende und Verschlusszeit gemeinsam funktionieren, erkläre ich euch in meinem nächsten Beitrag.

Puh, das war schon ganz schön viel. Ihr solltet auf jeden Fall genug Geduld mitbringen und euch nicht entmutigen lassen, wenn es nicht auf Anhieb klappt! Ich wünsche euch viel Spaß beim Knipsen!

Quelle: Der Freund