[Kleine Weisheit] Langeweile

Woran denkt ihr, wenn ihr an Langeweile denkt? An lange Zugfahrten, Warteschlangen, Vorlesungen und öde Sonntagnachmittage? Meist ist der Begriff negativ besetzt. Man hat nichts zu tun, oder keine Lust, etwas zu tun und schwupps, hängt man quengelig rum. Der Duden schlägt als gängige Wendung sogar „vor Langeweile fast sterben“ vor. So weit muss es aber nicht kommen, denn ich habe drei Tipps für euch, wie ihr besser mit Langeweile umgehen könnt:

  1. Macht euch noch mal bewusst, dass Langeweile kein „schlechtes“ Gefühl ist. Akzeptiert, dass euch gerade langweilig ist und dass das Gefühl bald wieder vorübergeht. Darüber habe ich in meinem Beitrag „Gefühlswelten“ geschrieben.
  2. Genießt es, nichts zu tun! Denn wann kommt das heutzutage noch vor? Ständig hat man das Smartphone in der Hand, den Fernseher an oder ist anders abgelenkt. Lasst einfach mal alles liegen und eure Gedanken schweifen und hört in euch hinein. Das klappt vielleicht nicht beim ersten Mal, aber mit ein bisschen Übung bestimmt bald.
  3. Sorgt vor und nutzt die Langeweile! Wie ich vor ein paar Wochen berichtet habe, hat mich am Anfang meines Praktikums die lange Pendelzeit belastet. Ich hatte das Gefühl, dass mir diese Zeit geraubt wird und wusste nicht, was ich mit ihr anfangen sollte. Jetzt nutze ich sie zum Schreiben von Blogbeiträgen oder Bewerbungen. Und ich habe immer Musik oder ein Buch dabei. Überlegt, wie ihr ungewollte Leerzeiten sinnvoll nutzen könnt, dann kommen sie euch nicht so verschwendet vor. Wenn euch zuhause oft langweilig ist, dann schreibt doch mal ein paar Aktivitäten auf Zettel und immer wenn ihr quengelig seid, zieht ihr einen und tut das, was draufsteht. Dann wird aus dem öden Nachmittag vielleicht ein langer Spaziergang, ein Telefonat mit der besten Freundin oder eine Beauty-Behandlung.

Diese drei Tipps geben euch das Gefühl, der Langeweile nicht ausgeliefert zu sein, sondern sie zu akzeptieren und zu nutzen.

Quelle: Duden

Werbeanzeigen

Kleine Weisheit Nr. 6 – Gefühlswelten

Puh, im Moment habe ich eine DIY Blockade. Womöglich liegt das daran, dass Winter ist. Da kuschele ich mich nach der Arbeit und an den Wochenenden am liebsten ins Bett und schaue Serien. Manchmal ist es schwer, aus so einem Trott auszubrechen und mehr Energie zu finden; man fühlt sich irgendwie gefangen in diesem Gefühl. Darüber möchte ich heute schreiben. Das wichtigste ist, dass es meiner Meinung nach keine „guten“ oder „schlechten“ Gefühle gibt. Natürlich hat man einige Gefühle lieber als andere. Liebe fühlt sich besser an als Eifersucht, Freundschaft besser als Einsamkeit. Trotzdem sind Eifersucht und Einsamkeit nicht „schlecht“, nur etwas unangenehm. Um mit solchen Gefühlen umgehen zu können und sich nicht darin zu verlieren, ist es wichtig, zu akzeptieren, dass es sie gibt und dass sie zum Leben dazu gehören. Und vor allem, dass sie vorüber gehen. Genau wie Achtsamkeit muss man das regelmäßig üben. Hier sind zwei Techniken, mit denen sich unangenehme Gefühle besser ertragen lassen:

Variante 1

Konzentriere dich auf das Gefühl und stelle dir folgende Fragen: Erstens: Ist es angemessen, dass ich dieses Gefühl überhaupt fühle? Und zweitens: Ist die Intensität des Gefühls angemessen? Das hat bei mir immer gut mit Eifersucht funktioniert. Wenn dein Partner oder deine Partnerin alleine auf eine Party geht, weil er oder sie einen anderen Freundeskreis hat, ist es in Ordnung, ein bisschen eifersüchtig zu sein. Die Antwort auf die erste Frage wäre also: „Ja, es ist angemessen, dass ich eifersüchtig bin.“. Wenn du aber stundenlang weinend im Bett liegst und dich auf nichts anderes mehr konzentrieren kannst, weil du dir solche Sorgen macht, dann ist die Intensität nicht angemessen. Du solltest dann aktiv dafür sorgen, das Gefühl abzumindern. Das heißt nicht, dass du dich dafür schämen musst, dieses Gefühl zu haben oder es gar verdrängen sollst. Beschäftige dich damit und konzentriere dich darauf, dass es wieder weggehen wird.

Variante 2

Diese Variante macht ein bisschen mehr Spaß als Variante 1. Konzentriere dich auf das Gefühl und stell es dir vor wie ein niedliches Monster, das dich nervt. Ist es ein großes Monster, das neben dir im Raum steht und Platz wegnimmt, oder ein kleines aufgedrehtes, das ständig an dir zieht und zerrt? Ist es flauschig, laut, welche Farbe hat es? Versuche, dir das Monster so genau wie möglich vorzustellen und dabei darauf zu achten, dass es einigermaßen niedlich bleibt. Du kannst dir auch vorstellen, dass du mit dem Monster redest und es als Gast in deinemWohnzimmer empfängst. So gehst du spielerisch mit dem Gefühl um und lenkst dich gleichzeitig ein bisschen ab.